Waldschutz - Borkenkäfer
Jungkäfer schwärmen schon

Fraßgänge des Buchdrucker unter FichtenrindeZoombild vorhanden

Foto: G. Huber

In den nächsten Tagen wird mit einem verstärkten Ausflug der Jungkäfer gerechnet.

Durch den Sturm "Marco" und den Gewitterereignissen der letzten Tage ist zusätzliches bruttaugliches Material in den Wäldern angefallen, das für die Anlage der nächsten Buchdruckergeneration genutzt wird. Die Buchdruckerpopulation ist nach wie vor sehr hoch, wie die Borkenkäferfachkräfte berichten. Allerdings gibt es bisher nur vereinzelt Stehendbefall.

Borkenkäferbekämpfung konsequent fortführen
Die Waldbesitzer müssen daher einzeln geworfene Fichten und flächige Sturmschäden so bald als möglich aufarbeiten. Bei der Aufarbeitung der Sturmschäden gehe aber Sicherheit vor Arbeitsfortschritt. Die gefährliche Arbeit in Windwürfen sollten Waldbesitzer wann immer möglich durch Forstmaschinen erledigen lassen.
Als Reaktion auf das Schadensereignis stehen die meisten Lagerplätze der Waldbesitzervereinigungen für die Zwischenlagerung in den Landkreisen Rottal-Inn und Dingolfing-Landau wieder bereit.

In den bisher verschonten Fichtenwäldern sollte vermehrt nach Bohrmehl gesucht werden, um Stehendbefall möglichst früh zu erkennen. Auch ein Blick in die Kronen gibt Hinweise, ob die Bäume in ihrer Vitalität bereits nachlassen. Befallene Bäume haben eine auffällig fahlgrüne bis rotstichige Krone und harzen am Kronenansatz stark. Besonders betroffen sind Randbäumen der letztjährigen Käferlöcher, südexponierte oder aufgerissene Waldränder und Bestände mit alten und neuen Sturmschäden.

Ansprechpartner vor Ort zum Thema Borkenkäfer
Unsere Borkenkäferfachkräfte beraten Sie gerne und kostenlos. Die Revierförster informieren Sie über Fördermöglichkeiten und Antragstellung.