Größtes Naturschutznetz der Welt
Natura 2000 im Wald – Zahlen und Fakten

SperlingskauzZoombild vorhanden

Foto: H.-J. Fünfstück/www.5erls-naturfotos.de

Natura 2000 ist das größte Naturschutznetz der Welt.

Im Juni 1992 trafen sich auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro – besser bekannt als „Rio-Konferenz“ die internationale Staatengemeinschaft, um gemeinsam dem weltweit ungebremsten Ressourcenverbrauch, Artensterben und der zunehmenden Flächenversiegelung entgegenzuwirken. Die Europäische Union hat noch im selben Jahr „NATURA 2000“ ins Leben gerufen.

Ziele von Natura 2000
Die EU-Mitgliedsstaaten haben es sich dabei zur Aufgabe gemacht, das europäische Naturerbe dauerhaft zu sichern und letztlich ein Stück Heimat für die nachfolgenden Generationen zu bewahren. Unter der Bezeichnung „NATURA 2000“ ist auf Vorschlag der Mitgliedsländer ein europaweites Netz aus sogenannten Fauna-Flora-Habitaten (FFH-Gebieten) und Vogelschutzgebieten (SPA-Gebieten) eingerichtet worden.
Natura 2000 in Bayern

Bayern bringt mittlerweile bereits 800.000 ha in dieses Netzwerk ein; es schützt so die bayerische Artenvielfalt, stoppt das Artensterben, verbessert die ökologische Durchlässigkeit und vernetzt bayerische Lebensräume.

Gedanke von Natura 2000

Auch in den Landkreisen Dingolfing-Landau und Rottal-Inn gibt es Natura 2000 Gebiete: Insgesamt 11 FFH- und 3 Vogelschutzgebiete. Hier wird ein Augenmerk auf seltene Tier- und Pflanzenarten gelegt. Aber nicht nur die einzelnen Arten sollen geschützt werden, sondern vor allem auch ihr natürlicher Lebensraum. Nur wenn den Tier- und Pflanzenarten genügend Lebensraum zur Verfügung steht, können die einzelnen Arten auch überleben. Beim Natura 2000-Gedanken geht es also nicht nur um Artenschutz, sondern in erster Linie um das Vernetzen von Lebensräumen.

Steinmännchen aus hellen Kieseln und Keimling auf einem alten HolztischZoombild vorhanden

Foto: Hildegard Mantel

Landwirte legten den Grundstein
Viele Landwirte und Waldbesitzer haben oft über Generationen hinweg diese Lebensräume erst durch ihre nachhaltige und verantwortungsbewusste Bewirtschaftung geschaffen. Es gilt auch in Zukunft diese Lebensräume in den dafür ausgewiesenen Gebieten zu erhalten und an die nächste Generation weiterzugeben.
Ein Stück Heimat bewahren

Für jedes dieser Natura 2000-Gebiet wurde innerhalb der letzten Jahre ein Managementplan erstellt, der weitere Hinweise zur Bewirtschaftung gibt. Die Erstellung der Pläne in der Region ist jetzt größtenteils abgeschlossen. Die Aufgabe der kommenden Jahre ist es, gemeinsam mit den Grundeigentümern und Bewirtschaftern vor Ort die notwendigen Maßnahmen umzusetzen und so ein Stück Heimat für die nächste Generation zu bewahren. Die Land- und Forstwirte sollen die dabei vorgesehenen Maßnahmen freiwillig und gegen Zahlung von Entgelt umsetzen. Ein gutes Förderinstrument hierbei ist z. B. das Vertragsnaturschutzprogramm Wald (VNP Wald).

Fragen Sie doch Ihren Beratungsförster vor Ort nach Förderungsmöglichkeiten.