Verbesserte Situation
Bewässerung von Forstpflanzen

Ein »Gießrand« um die eingesetzte Pflanze führt dazu, dass das Gießwasser nicht oberflächlich abfließt, sondern im Wurzelbereich der Pflanze ankommt und dort verbleibt.Zoombild vorhanden

Foto: Wolfram Rothkegel

Die Situation in unseren Wäldern hat sich aufgrund der höheren Niederschläge in den letzten Wochen deutlich verbessert.

Aktuell besteht keine Dürregefährdung für die Frühjahrskulturen.

Wir informieren Sie gern

Wir möchten Sie dennoch über die Fördermöglichkeiten und Voraussetzungen bei einer notwendigen Bewässerung der Forstkulturen informieren. Frisch gepflanzte und noch nicht tiefwurzelnde junge Forstpflanzen trocknen schnell aus und können bei anhaltender Trockenheit absterben.

Kultur wird mithilfe von modifiziertem Druckfaß an einem Schlepper bewässertZoombild vorhanden

Foto: Markus Bernholt

Was müssen Sie beachten?
Nur der Erhalt einer durch Trockenheit gefährdeten Kultur rechtfertigt eine Förderung der Bewässerung. Maßnahmen, die auf einen besseren Wuchs abzielen, ohne dass ein Untergang der Kultur droht, sind nicht förderfähig.
Ab wann spricht man von Trockenstress?

Um eine unabhängige Einschätzung treffen zu können, orientiert sich das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landau a.d.Isar-Pfarrkirchen am regelmäßig herausgegebenen Dürremonitor des Helmholtz-Instituts. Dort können verlässliche Daten zum pflanzenverfügbaren Wasser abgelesen werden. Bei einem Prozentwert von unter 30 Prozent kann von einem Trockenstress der Forstkulturen ausgegangen werden. Zusammen mit der Einschätzung des Revierleiters kann dann die Notwendigkeit oder Erforderlichkeit einer Bewässerung bestätigt und ein Antrag gestellt werden.

Welche sonstigen Bedingungen müssen vorliegen?

  • Eine Förderung nicht bezuschusster Kulturen ist nicht möglich.
  • Die Förderung ist nur in den ersten beiden Jahren nach Kulturbegründung möglich. Es gilt die Begründung der Kultur und nicht das Auszahlungsdatum.
  • Der Fördersatz beträgt 1 Euro pro Pflanze und kann maximal 2 mal pro Jahr beantragt werden.
  • Bei neuen Erst- oder Wiederaufforstung-Förderanträgen ist die vorsorgliche Beantragung der Förderung einer Bewässerung zeitgleich mit der Antragstellung möglich. Die notwendige Bestätigung der Erforderlichkeit vor der Maßnahme ist davon unbenommen.
  • Bei bestehenden Kulturen ist ein separater Antrag erforderlich. Dieser kann im Vorfeld, also bereits frühzeitig gestellt werden, wenn mit Problemen gerechnet wird.
  • Aussicht auf Erfolg haben Anträge jedoch nur dann, wenn Ihre Pflanzen auf einem Waldboden stehen, der dürregefährdet ist, z. B. Sand, Kies, kiesiger Lehm oder Standorte mit südlicher Exposition.
  • Die Beantragung und Genehmigung von zwei Bewässerungsmaßnahmen in einem Bewilligungsbescheid ist möglich. Dies kann für das aktuelle Jahr in einem Antrag beantragt werden.
  • Der maximale Antragszeitraum beträgt ein Jahr (eine Wuchsperiode).