Waldnaturschutz
Fledermausbretter für Wald und Garten

Kinder und Erwachsener mit Nistkästen.

Die Kinder halten stolz die gezimmerten Fledermausbretter.
(© AELF)

Eigenes Wissen über die Wald-Natur, gepaart mit einem forschenden Blick auf den Waldboden und entlang der Stämme der Waldbäume bis hoch in die Kronen, das war gefragt bei Teilnehmern der "Ökorallye". Diese verantstaltete die Forstverwaltung Passau gemeinsam mit Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern am 17. September in Ortenburg.

Handwerkliches Geschick gefragt

Mit etwas handwerklichem Geschick zimmerten die großen und kleinen Teilnehmer eine Fledermauswohnung, so genannte Fledermausbretter, für den eigenen Wald oder Garten. Zehn Teilnehmer konnten die Veranstalter trotz unwirtlichen Wetters begrüßen. Diese waren mit Feuereifer bei der Sache, galt es doch einem auf den ersten Blick durchschnittlichem Stück Wald seine Geheimnisse zu entlocken. Wie viele kleine Bäumchen finde ich auf der ausgesteckten Fläche von 10 Quadratmetern? Wie viele Bäumchen gibt das auf ein Hektar hochgerechnet?

Naturschutzbehörde oder Förster konsolidieren

Diese und viele anderen Fragen galt es auf dem kurzen Rundweg zu beantworten. Mit Nummernschildern waren bekannte und weniger bekannte Baumarten markiert und stellten das Wissen der Kinder und Erwachsenen auf die Probe. Biotopbäume erkennen war eine weitere Hürde. „Um den Wald regelkonform bewirtschaften zu können, muss der Waldbesitzer wissen, in welchen Bäumen mit welchen Biotopmerkmalen welche Tierarten vorkommen,“ so Richard Parzefall von der Fachstelle Waldnaturschutz. „Die Wohnstätten von seltenen, besonders geschützten Arten dürfen laut Naturschutzgesetz nicht ohne weiteres entnommen werden.“ Wenn man in einer Baumhöhle zum Beispiel Fledermäuse feststellt, tut man gut daran, die Naturschutzbehörde oder den zuständigen Förster zu konsolidieren oder man fällt den Baum einfach nicht.

Arten und Ressourcen weitergeben

Empfangen wurden die Teilnehmer durch Martina Lindinger, die zu einem kleinen Meinungsaustausch in gemütlicher Runde einlud. Die Försterin stellte die Waldbesucher auf eine, je nach Gruppengröße zusammengelegte, blaue Decke, die unsere Erde symbolisierte. Zu den Menschen, die sich auf dem kleinen Fleckchen Erde drängten, kamen dann noch entsprechende Stofftiere hinzu, deren lebende Vorbilder in unserem Wald heimisch sind. „Der Planet, auf dem wir wohnen, ist nicht für uns allein,“ so Försterin Lindinger. „Wir sind es der nächsten Generation schuldig, Arten und Ressourcen so weiterzugeben, wie wir sie übernommen haben“, so der Tenor.

Weiterführende Informationen

Was gab es zu gewinnen? Die Erkenntnis, dass man mit dem nötigen Interesse am Problem und dem eigenen Wissen aus Schule und Medien schon mal gut aufgestellt ist. Anregungen zum Artenschutz erhält man durch entsprechende Literatur und Merkblätter der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft.

Literatur und Merkblätter der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Externer Link

Fortbildungsangebote an der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern gibt es hier:

Fortbildungsangebote an der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern Externer Link

Ansprechpartner

Richard Parzefall
Dienstort Landau a.d.Isar
Anton-Kreiner-Straße 1,
94405 Landau a.d.Isar
Tel.: 09951 693-5451
Fax: 09951 693-5555
E-Mail: poststelle@aelf-lp.bayern.de