Digitale Ackerschlagkartei im Fokus

Zehn Männer in Reihe vor weißer Leinwand blicken freundlich in die Kamera.Zoombild vorhanden

Schon bei der Auftaktveranstaltuing in Langeneck war der Besuch sehr gut. © Melis/AELF

Die Acker- und Pflanzenbautagungen 2026 im Januar waren wieder sehr gut besucht. Zwei Veranstaltungen fanden in Langeneck und in Staudach bei Massing im Landkreis Rottal-Inn statt, eine dritte in Mamming im Landkreis Dingolfing-Landau. Heuer standen unter anderem digitale Ackerschlagkarteien im Fokus. Die Tagungen wurden vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Landau-Pfarrkirchen und dem Verband landwirtschaftliche Fachbildung (vlf) gemeinsam ausgerichtet.

Bei der Auftaktveranstaltung in Langeneck blickte Otto Laibinger vom vlf-Hauptausschuss bei der Begrüßung auf das Erntejahr 2025 und seine Herausforderungen zurück. Auch erinnerte er an das Jubiläum des Versuchsfeldes Rahhof, das im Februar das 50-jährige Bestehen feiert. Als Moderator der Veranstaltung führte schließlich Maximilian Gerl vom AELF durch das Vortragsprogramm.

Ackerchef - Mein Acker - Ackerprofi

Schwerpunkt des ersten Teils war die digitale Ackerschlagkartei. Referenten vom Erzeugerring für Pflanzenbau Niederbayern e.V., Maschinenring Rottal-Inn und der Raiffeisen-Handels GmbH Ostbayern gaben Einblicke in ihre Software und die dazugehörigen Smartphone-Apps. Damit lassen sich Düngerechtliche Vorgaben dokumentieren und planen, Daten auswerten und übermitteln und oftmals auch Flächendaten aus „iBALIS“ über-nehmen. Für die Dokumentation des Pflanzenschutzes ist seit 1. Januar 2026 die Pflicht zur Dokumentation von vielen weiteren Parametern verschärft worden. Vorgestellt wurden die Programme „Ackerchef“, „Mein Acker“ und „Ackerprofi“.

Düngung in Grünland und Mais

Mit der Düngung in Grünland und Mais beschäftigte sich im Anschluss Dr. Ludwig Lichtenegger vom Unternehmen K+S. Die Düngung beeinflusst bekanntermaßen die Artenzusammensetzung eines Pflanzenbestandes außerordentlich stark. Durch steigende Stickstoffdüngungen aber nimmt die Artenvielfalt ab. Einseitige N-Düngung trägt nicht oder kaum zur Futterqualität bei. Trotzdem ist Stickstoff der entscheidende Motor des Pflanzenwachstums. „Unser Grünland braucht alles, nicht nur Stickstoff“, so Lichtenegger in seinem anschaulichen Vortrag, in dem er auf einzelne Nährstoffbestandteile genauer einging. Grünland, Gras und Kleegras sind die kali-intensivsten Kulturen, betonte er.
Weitere Vorträge bei den Tagungen befassten sich mit der Konservierung von Getreide und Auswuchsgetreide sowie mit rechtlichen Vorgaben und aktuellen Versuchsergebnissen im Pflanzenschutz. Mit Vorratshygiene, Belüftung, Umlagerung und Lagerungstechnik beschäftigte sich Stefan Jehle von der Landmaschinenschule Schönbrunn. Bei der Tagung in Mamming gab es zudem noch einen Vortrag über die aktuellen Entwicklungen auf den Getreide- und Maismärkten.