Rückblick Waldjugendspiele 2026
Mit allen Sinnen die Natur spielerisch erfahren

Mehrere Personen im Wald, die einzelne Balken zu einem kleinen Dachstuhl zusammenbauen.Zoombild vorhanden

Die Ehrengäste bauen einen Dachstuhl zusammen. © Melis/AELF

Mit allen Sinnen die Natur und den komplexen Kreislauf einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung spielerisch zu erfahren, das ist eines der Ziele der Waldjugendspiele. An vier Tagen besuchten 48 Klassen der dritten Jahrgangsstufe aus dem ganzen Landkreis den Dingolfinger Stadtwald. Nicht nur sie, sondern bei der Eröffnung auch die Ehrengäste stellten sich den Aufgaben und Spielen.

Behördenleiter Josef Eichenseer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Landau-Pfarrkirchen begrüßte unter anderem Landrat Werner Bumeder, Dingolfings Bürgermeister Valentin Walk und Schulamtsdirektor Michael Schütz vom Staatlichen Schulamt im Landkreis Dingolfing-Landau. Er freute sich, dass die Politik den Auftrag geben hat, die Jugend an das Thema Wald heranführen zu dürfen. Der Wald ist spannend und interessant, bietet eine bedeutende Lebensgrundlage und Kulturlandschaft und ist zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, unterstricht der Leiter des AELF.

Den Wald näher gebracht

TZwei Männer und zwei Frauen an Informationsstand, Männer mit braunen Päckchen in der Hand.Zoombild vorhanden

Auch das "Erlebnis Bauernhof" wurde vorgestellt. © Melis/AELF

Forstdirektor Peter Stieglbauer gab einen Einblick in die umfangreichen Vorarbeiten. Immer mehr Kinder verbringen ihre Zeit in der digitalen Welt. Mit den Waldjugendspielen wird ihnen ein halber Tag im Wald nähergebracht. Bei den Spielen werden auch die sozialen Kompetenzen gestärkt. Das Motto ist „Einer für alle – alle für einen.“ So werde immer wieder an den Teamgeist appelliert. Nicht zuletzt soll ein Verantwortungs- und Nachhaltigkeitsbewusstsein geweckt werden. Der Wald stellt viele Ressourcen wie Holz, aber auch saubere Luft zur Verfügung, sorgt für den Wasserschutz und bietet Erholung, betonte Stieglbauer.

"Gelebte Inklusion"

Landrat Werner Bumeder dankte der Landwirtschafts- und Forstverwaltung für das alljährliche Organisieren dieser Waldjugendspiele. Er freute sich insbesondere, dass die Förder- sowie die Lebenshilfeschule dabei sind. „Das ist gelebte Inklusion“. Zudem sei der Wald angesichts der hochsommerlichen Temperaturen einer der gemütlichsten Plätze, stellte er bei der Eröffnung fest. Der Wald reguliere das Klima, auf ihn müsse man Rücksicht nehmen. Er ist Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere und Wirtschaftsraum für die Waldbesitzer. „Der Wald muss gepflegt und bewirtschaftet werden für die Stabilität und Nachhaltigkeit.“ Mit Blick auf die Klimaveränderungen sprach der Landrat den Waldumbau und die damit verbundenen Herausforderungen an.

Staunen an der Wasserstation

Mehrere Männer vor Tisch mit Eimern und Wassergefäßen, links Mann im Robin-Hood-Kostüm erklärt.Zoombild vorhanden

Gestaunt wurde an der Wasserstation über die Vorführung. © Melis/AELF

Vor dem Rundgang begrüßte Robin Hood alias Förster Hubert Hobmeier vom AELF Landau-Pfarrkirchen die Ehrengäste an der lehrreichen Wasserstation. Anschaulich wurde aufgezeigt, wieviel Wasser für Toilette, Baden, Spülmaschine oder Gießen benötigt wird und welche Baumarten bei Trockenheit wenig oder kein Wasser mehr mit ihren Wurzeln aufnehmen können. Schließlich versuchten sich die Ehrengäste, darunter zahlreiche Bürgermeister aus dem Landkreis und einige treue Unterstützer, an einzelnen Spielstationen des Parcours. Über das Lernprogramm „Erlebnis Bauernhof“ informierte Katharina Beer, Ansprechpartnerin am AELF Landau-Pfarrkirchen, die Gäste an ihrem Informationsstand. Dort konnten die Schulkinder Getreide für ein gesundes Müsli quetschen.