Vorratshaltung – eine bewährte Tradition

Regal und Tisch mit Dosen, Wasser, Brot und HinweisschildZoombild vorhanden

Dieses Bild wurde mithilfe von KI erzeugt.

Ob durch Ernteausfälle, lange Winter oder andere unvorhersehbare Ereignisse – die Bevorratung war damals ein wichtiger Bestandteil des Alltags. Auch heute ist Vorratshaltung keineswegs überholt, sondern bleibt ein bedeutender Baustein für eine sichere und nachhaltige Haushaltsführung.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Vorräte schaffen Unabhängigkeit und Sicherheit, sie helfen, Engpässe zu überbrücken und bieten Schutz vor plötzlichen Versorgungsstörungen. Dabei ist es wichtig, die Vorräte regelmäßig zu überprüfen und zu erneuern, um stets frische und genussvolle Lebensmittel zur Verfügung zu haben. Besonders wertvoll sind dabei Lebensmittel aus der heimischen Landwirtschaft, die saisonal und regional erzeugt wurden. Sie unterstützen nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern sind oft auch frischer und nachhaltiger produziert.

Vorratshaltung als Vorsorge für den Notfall – sinnvoll und beruhigend

In unserer modernen Welt gibt es verschiedene Szenarien, die plötzlich und unerwartet die Versorgung mit Lebensmitteln und wichtigen Gütern beeinträchtigen können. Ein längerer Stromausfall (Blackout), Hacker-Angriffe auf kritische Infrastrukturen, Naturkatastrophen wie Schneestürme oder Überschwemmungen – all dies sind reale Herausforderungen, auf die sich jeder Haushalt vorbereiten kann. Vorratshaltung ist dabei eine einfache und wirkungsvolle Maßnahme, um in solchen Situationen gut versorgt zu sein und Ruhe zu bewahren.

Dabei geht es nicht darum, sich zu bevorraten aus Angst oder Panik, sondern ums kluge und vorausschauende Planen. Eine sinnvolle Vorratshaltung umfasst vor allem folgende Dinge:

  • Lebensmittel: Grundnahrungsmittel wie Reis, Nudeln, Mehl, Zucker, Salz, haltbare Hülsenfrüchte, Konserven (Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch), Trockenfrüchte und Nüsse. Frisches Obst und Gemüse können durch Einmachen, Trocknen oder Einfrieren haltbar gemacht werden.
  • Getränke: Ausreichend Trinkwasser (mindestens 2 Liter pro Person und Tag für 10 Tage) sowie haltbare Getränke wie Säfte oder Tees.
  • Haushalts- und Hygieneartikel: Seife, Desinfektionsmittel, Toilettenpapier, Müllbeutel, Batterien, Kerzen, Taschenlampen.
  • Medikamente und Erste-Hilfe-Material: Persönliche Medikamente, Verbandsmaterial, Fieberthermometer.
Die Menge der Vorräte sollte so bemessen sein, dass sie für etwa 10 Tage den Bedarf eines Haushalts decken kann. Dabei ist es wichtig, die Vorräte regelmäßig zu kontrollieren und zu erneuern, um Qualität und Haltbarkeit zu gewährleisten.

Saisonale und regionale Produkte

Besonders empfehlenswert ist es, bei der Vorratshaltung auf saisonale und regionale Produkte zurückzugreifen. Diese stammen aus der heimischen Landwirtschaft, die wir als Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landau-Pfarrkirchen eng begleiten und unterstützen. Unsere Landwirte sind unverzichtbare Garanten für eine stabile und nachhaltige Versorgung mit Lebensmitteln – gerade in Krisenzeiten. Indem wir regionale Produkte bevorzugen, stärken wir nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern reduzieren auch Transportwege und schonen die Umwelt.
Vorratshaltung ist somit ein Beitrag zur eigenen Sicherheit und zur Resilienz unserer Gemeinschaft. Sie gibt uns die Möglichkeit, auch in schwierigen Zeiten gut versorgt zu sein, ohne dabei in Panik zu verfallen. Mit einem bewussten und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln und Gütern schaffen wir eine solide Grundlage für die Zukunft.
3. Februar 2026 • ab 13 Uhr
Schnupperunterricht und InfoabendAlles über die Vorratshaltung im Haushalt lernen die Studierenden der Landwirtschaftsschulen, Abteilung Hauswirtschaft. Ein Schnupperunterricht der Landwirtschaftsschule Landau, Abteilung Hauswirtschaft, findet am 3. Februar ab 13 Uhr statt.
VeranstalterLandwirtschaftsschule Landau, Abteilung Hauswirtschaft
VeranstaltungsortAnton-Kreiner-Straße 1, 94405 Landau/Isar